The Matcha Plant: From Leaf to Powder

Die Matcha Pflanze: Vom Blatt zum Pulver

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Die Matcha Pflanze ist Camellia sinensis, dieselbe Teepflanze, aus der grüner, schwarzer und Oolong-Tee gemacht werden. Was Matcha anders macht, ist wie die Pflanze angebaut und verarbeitet wird: Beschattung fördert Chlorophyll und Aminosäuren, und Steinmahlung verwandelt die getrockneten Blätter in ein feines Pulver.

Das erfährst du hier:

Von welcher Pflanze kommt Matcha?

Matcha kommt von der Teepflanze: Camellia sinensis. Es ist ein immergrüner Strauch, der am besten in feuchtem, gemäßigtem Klima wächst und auf Teefarmen als niedrige, hüfthohe Hecken gezogen wird.

Das überrascht vielleicht, wenn du Begriffe wie "Matcha Pflanze" oder "Matcha-Baum" gesehen hast und dachtest, Matcha kommt von einer besonderen Art. Tut es nicht. Matcha wird aus Teeblättern hergestellt, und der große Unterschied sind die Anbau- und Verarbeitungsschritte, die passieren, bevor die Blätter zu Pulver werden.

Wenn du den kompletten Einsteigerüberblick willst, was Matcha als Getränk ist, starte hier: Was ist Matcha?.

Warum Beschattung so wichtig ist (und was sie mit dem Blatt macht)

Der charakteristische Schritt im Matcha-Anbau ist die Beschattung. Vor der Ernte werden die Teebüsche mit Schattentüchern oder Schilfmatten abgedeckt, meistens für ein paar Wochen. Die Pflanze lebt und wächst weiter, bekommt aber deutlich weniger direkte Sonne.

Teebüsche unter schwarzem Schattennetz mit gefiltertem Sonnenlicht auf einem japanischen Feld

Das verändert, wie sich die Blätter entwickeln. Beschattete Matcha-Blätter bilden mehr Chlorophyll, was ein Grund ist, warum guter Matcha so leuchtend grün aussieht. Beschattung unterstützt auch höhere Werte bestimmter Aminosäuren (einschließlich L-Theanin), die viele mit einem glatteren, weniger scharfen Geschmack verbinden.

Das heißt nicht, dass Beschattung allein "Matcha gesund macht". Es ist einfach einer der Gründe, warum Matcha seine besondere Farbe und seinen Geschmack hat. Wenn du wissen willst, was tatsächlich in Matcha als Pulver steckt (Koffein, L-Theanin und andere Inhaltsstoffe): Aus was besteht Matcha?.

Wie Matcha-Blätter geerntet werden

Bei der Ernte zeigt sich die Qualität. Matcha wird meistens aus jüngeren, zarteren Blättern hergestellt, weil sie sich feiner mahlen lassen und glatter schmecken. Ein häufiges Qualitätssignal ist das Timing: erste Ernte (First Flush) wird meistens höher geschätzt als spätere Ernten.

Auf manchen Farmen wird Spitzentee von Hand gepflückt, um die weichsten Blätter und Knospen auszuwählen. Auf anderen wird mit sorgfältigem Maschinenschnitt geerntet, dann sortiert und schnell verarbeitet. Beide Methoden können guten Tee produzieren, aber die besten Chargen beinhalten meistens mehr Selektion und behutsame Handhabung.

Nach dem Pflücken müssen die Blätter schnell verarbeitet werden. Wenn sie rumliegen, beginnen sie zu oxidieren und verlieren Frische. Deshalb ist die Teeproduktion oft nah an den Feldern aufgebaut.

Herkunft ist auch wichtig. Der meiste Matcha, über den gesprochen wird, kommt aus Japan, mit einer langen Tradition beschatteten Teeanbaus. Für einen Herkunftsüberblick: Woher kommt Matcha?, und für einen tieferen Japan-Guide: Japanischer Matcha.

Vom Blatt zum Tencha (das Mahlgut)

Matcha wird normalerweise nicht aus normalen Grünteeblättern wie Sencha gemahlen. Stattdessen wird er aus Tencha hergestellt, dem Blattmaterial, das speziell zum Mahlen vorbereitet wird.

Nahaufnahme von frischen jungen Teeblättern an einem Camellia sinensis Busch mit Morgentau

So sieht der grundlegende Prozess aus:

  1. Dämpfen: die frischen Blätter werden gedämpft, um die Oxidation zu stoppen (ähnlich wie bei vielen japanischen Grüntees).
  2. Trocknen: die Blätter werden sorgfältig getrocknet, damit sie leuchtend und sauber schmeckend bleiben.
  3. Entstielen und Entadern: Stiele und Blattadern werden entfernt, weil sie sich schlecht mahlen und einen raueren Geschmack geben können.
  4. Sortieren: das verbleibende Blattmaterial wird in dünne, flache Stücke sortiert.

Das Ergebnis, Tencha, sieht aus wie zarte getrocknete Blattflocken statt eng gerolltem Grüntee. Diese flache Struktur ist wichtig, weil sie sich gleichmäßiger zu feinem Pulver mahlen lässt.

Vom Tencha zum Matcha-Pulver (warum es so langsam geht)

Tencha wird zu Matcha, wenn es zu einem ultrafeinnen Pulver gemahlen wird. Traditionell geschieht das mit Steinmühlen. Moderne Produktion kann andere Mühlentypen einsetzen, aber das Ziel ist dasselbe: ein feiner, gleichmäßiger Mahlgrad ohne Überhitzung des Tees.

Traditionelle japanische Granitsteinmühle mit Matcha-Pulver, das sich am Fuß sammelt

Das Mahlen ist absichtlich langsam. Reibung erzeugt Hitze, und Hitze kann Aroma und Geschmack dämpfen. Ein langsamerer Mahlgang hilft, das Pulver frischer und glatter zu halten.

Das ist auch der Grund, warum sich Blattqualität in der Tasse zeigt. Besseres Blattmaterial und sorgfältiges Mahlen ergeben eine leuchtendere Farbe, ein feineres Mundgefühl und einen weniger bitteren Abgang. Das ist ein Grund, warum "Qualitätsstufe" mit Anbau und Verarbeitung zusammenhängt. Für den praktischen Kaufguide zum Trinken mit Wasser: Ceremonial Grade Matcha.

Sobald das Pulver in deiner Küche ist, zählt auch die Zubereitung. Zu heißes Wasser oder hastiges Aufschlagen kann selbst guten Matcha schärfer schmecken lassen als nötig. Für die Methode: Matcha Zubereitung.

Ist "Matcha-Baum" der richtige Begriff?

Nicht wirklich. Teepflanzen können zu kleinen Bäumen heranwachsen, wenn man sie lässt, aber auf Teefarmen werden sie meistens als Büsche oder Sträucher gehalten. Sie werden in niedrige, breite Formen geschnitten, damit neue Blätter leicht zu ernten sind.

Wenn Leute also nach "Matcha-Baum" suchen, meinen sie meistens die Teepflanze. Die richtige Idee, nur die falsche Form. Auf dem Feld sieht die Matcha Pflanze eher aus wie eine ordentliche Hecke als ein Baum.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Matcha Pflanze die gleiche wie grüner Tee?

Ja. Matcha und grüner Tee kommen von derselben Teepflanze, aber Matcha-Pflanzen werden typischerweise beschattet und die Blätter zu einem Pulver verarbeitet, statt aufgegossen und entfernt zu werden.

Warum wird die Matcha Pflanze vor der Ernte beschattet?

Beschattung hilft den Blättern, mehr Chlorophyll und einen glatteren Geschmack zu entwickeln. Sie kann auch bestimmte Aminosäuren wie L-Theanin erhöhen, was zu Matchas weniger bitterem, herzhafterem Geschmack beiträgt.

Welcher Teil der Pflanze wird für Matcha verwendet?

Matcha wird aus jungen Blättern und Trieben hergestellt. Stiele und Blattadern werden bei der Verarbeitung meistens entfernt, weil sie sich nicht so fein mahlen lassen und rauer schmecken können.

Kann man eine Matcha Pflanze zuhause anbauen?

Du kannst eine Teepflanze zuhause unter den richtigen Bedingungen anbauen, aber echten Matcha herzustellen ist schwierig. Du müsstest die Pflanze richtig beschatten, die Blätter zu Tencha verarbeiten und sehr fein mahlen.

Kommt Matcha immer aus Japan?

Nein. Matcha wird auch in anderen Ländern hergestellt, aber Japan ist die Hauptquelle für traditionellen, beschatteten Matcha und gilt oft als Qualitätsmaßstab.

Matcha vom Blatt bis in die Tasse erleben

Von der beschatteten Pflanze zum feinen Pulver: der Prozess gibt Matcha seine Farbe und seinen Geschmack. Wenn du diesen Unterschied zuhause schmecken willst, starte mit frischem Matcha Pulver und nutze unseren Guide zur Matcha Zubereitung, um ihn glatt hinzubekommen.

Geschrieben vom Popcha-Team.

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